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Vor Ort beim Deutschen Roten Kreuz Lübeck

veröffentlicht am 20. Juli 2021 vom Wahlkampfteam

Bruno Hönel war am Dienstag vor Ort beim Kreisverband Lübeck des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Er hat sich mit Geschäftsführer Stefan Krause und Betriebsleiter Tobias Plitt über aktuelle Themen sowie Anliegen des DRK und über die Hochwasserkatastrophe in den deutschen Krisengebieten ausgetauscht. Dabei wurden auch die zwei DRK-Einsatzteams aus Lübeck verabschiedet, die sich nun auf dem Weg in das vom Hochwasser betroffene Krisengebiet in Rheinland-Pfalz befinden und vor Ort Hilfe leisten werden. Ihnen wurde für Ihren unschätzbaren Einsatz gedankt.

Dazu erklärt Bruno Hönel:

„Mit Stefan Krause und Tobias Plitt habe ich mich über die Situation des DRK in Lübeck ausgetauscht und aktuelle Problemstellungen und Herausforderungen diskutiert. Vor allem im Bereich des Katastrophenschutzes hapert es aktuell an finanzieller Unterstützung der Blaulichtorganisationen und klaren, effizienten Rahmenbedingungen bei der Regelung und Verteilung von Zuständigkeiten. Obgleich mein Besuch beim DRK schon länger geplant war, haben wir im Kontext dessen selbstverständlich auch über die aktuellen Hochwasserereignisse, von denen vor allem die Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im besonderen Maße betroffen sind, gesprochen und zukünftige Herausforderungen hinsichtlich eines besser aufgestellten Katastrophenschutzes erörtert.

Im Anschluss ergab sich die Gelegenheit zwei DRK-Einsatzteams zu verabschieden, die gemeinsam mit den Helfer:innen der Berufsfeuerwehren, Freiwilligen Feuerwehren und weiteren Hilfsorganisationen aus Schleswig-Holstein in etwa 200 Fahrzeugen am Dienstag nach Rheinland-Pfalz aufgebrochen sind. Insgesamt werden 600 Helfer*innen aus dem Norden bei der Bewältigung der schrecklichen Hochwasserkatstrophe und deren Folgen tatkräftig unterstützen.

Allen Einsatzkräften wünsche ich viel Erfolg und Kraft für Ihren Einsatz im Hochwassergebiet und möchte mich für die Hilfe vor Ort und Ihr generelles Engagement für das Gemeinwesen herzlich bedanken! Den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Menschen in den Krisengebieten wünsche ich alle Kraft der Welt bei der Bewältigung der Krisensituation und deren Folgen. Es bleibt zu hoffen, dass der Bund schnell und unbürokratisch finanzielle und materielle Hilfe leistet, die auch unmittelbar vor Ort ankommt. Das DRK nimmt aus logistischen und organisatorischen Gründen aktuell keine privaten Sachspenden entgegen, evaluiert aber aktuell weitere Unterstützungsmöglichkeiten. Über die Website drk.de/hochwasser kann weiterhin für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe gespendet werden.

Im Gespräch mit Stefan Krause und Tobias Plitt wurde zudem nochmal deutlich, dass vor allem im Hinblick auf die technische Ausstattung und die finanzielle Unterstützung der Blaulichtorganisationen der Bund zukünftig mehr Verantwortung übernehmen muss. Es darf nicht sein, dass Vereine und Organisationen, wie das DRK, zwar Aufgaben des Bundes übernehmen, die entsprechenden Kosten für Fahrzeuge, Ausstattung, Technik und Co. allerdings selbst finanzieren müssen. Hier bedarf es mehr Unterstützung von Bund, Land und Kommunen.

Infolge der Auswirkungen des Klimawandels, werden Extremwetterereignisse, wie wir sie gerade in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, aber auch in Bayern, Sachsen und Thüringen erleben, weiter zunehmen. Diesbezüglich besteht große Einigkeit zwischen Klimawissenschaftler*innen und Meteorolog*innen. Daher bedarf es neben dem existenziellen Kampf gegen die Klimakrise und der Stärkung des Katastrophenschutzes vor allem auch besserer Maßnahmen zur Klimaanpassung. Diese wurden in den letzten Jahren vernachlässigt, sodass wir es mit einem manifesten Investitionsstau in diesen Bereichen zu tun haben, den wir in den nächsten Jahren konsequent angehen müssen.“