Trave-Campus: Hönel drängt auf schnelle Realisierung

Lübeck, 19.01.2023

In der Debatte um die Umsetzung des Trave-Campus positioniert sich Bruno Hönel, Mitglied des Bundestags und Haushaltspolitiker für Bündnis 90/Die Grünen, für eine schnelle Realisierung:

“Der Trave-Campus eröffnet vielfältige Perspektiven für die Weiterentwicklung der beruflichen Bildung: Vor allem können durch die Bündelung von Berufsschulen-, Bildungsstätten und einem Fortbildungszentrum an einem modernen Standort wichtige Synergien geschaffen und Kompetenzen gebündelt werden. So wird die berufliche Bildung maßgeblich gestärkt. Die berufliche Bildung muss dieselbe Attraktivität wie die akademische Bildung bieten – das ist gerade uns Grünen ein wichtiges Anliegen. Wir brauchen mehr Menschen, die eine Ausbildung machen möchten, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen – und gerade auch, um die Transformation zur Klimaneutralität schnell umzusetzen. Hier liegt großes Potential für sinnstiftende und attraktive Arbeit, u.a. im Ausbau Erneuerbarer Energie oder der Co2-freien Wärme sowie Mobilität. Auch deswegen gilt es, die berufliche Bildung zu stärken, moderne Ausbildungsplätze anzubieten und die Situation von Auszubildenden zu verbessern.

Diese Ziele gelten insbesondere auch für den Trave-Campus, der ein Leuchtturmprojekt für Schleswig-Holstein ist und auch als solches behandelt werden sollte. Das Land hat dies bereits erkannt: Dankenswerterweise hat die schleswig-holsteinische Finanzministerin Monika Heinold im aktuellen Haushaltsentwurf für 2023 die Landesförderung aus dem IMPULS-Programm für den Trave-Campus beträchtlich aufgestockt – nämlich um 20 Millionen Euro auf rund 59 Mio. Euro insgesamt. Das entspricht einer Größenordnung von rund 20% des gesamten Budgets für öffentliche berufliche Schulen aus dem Landeshaushalt. Auch der Bund gibt einen beträchtlichen Anteil zu diesem Projekt dazu.

Schon seit 2017 wird am Trave-Campus geplant. Die Taskforce, die im März 2022 unter Federführung des BMBF eingesetzt worden ist, sollte innerhalb von sechs Monaten eine Lösung offener Fragen erarbeiten. Leider ist das bisher nicht gelungen. Alle Beteiligten müssen jetzt an einem Strang ziehen, damit wir vom Planen ins Handeln kommen!

Ich werde das Vorhaben zusammen mit meinen grünen Kolleg*innen in Land und Kommune in jedem Fall weiterhin unterstützen. Nötig ist die schnelle Realisierung der großen, kombinierten Lösung, damit bald ein attraktiver Campus für moderne berufliche Bildung im Norden entsteht.”